Nicht mutig, sondern vorbereitet: Warum wir wussten, dass Mexiko der richtige Weg ist

Bei unserer Entscheidung für Mexiko ging es nie darum, einfach alles hinter uns zu lassen und zu schauen, was passiert.

Natürlich wussten wir, dass ein neues Leben in einem anderen Land Herausforderungen mit sich bringen würde. Ein anderer Alltag, eine andere Sprache, andere Regeln und viele Dinge, die man erst verstehen muss.

Aber Mexiko war für uns kein unbekanntes Land. Wir hatten das Land bereits bereist, wir kannten die Baja und wir hatten uns intensiv damit beschäftigt, wie unser zukünftiges Leben aussehen könnte. Wir hatten nicht auf alle Fragen eine Antwort. Aber wir hatten genug Vertrauen, um den nächsten Schritt zu gehen.

Der Moment, in dem aus einem Plan Realität wurde

Eigentlich war die Entscheidung schon gefallen, bevor wir unser Grundstück gekauft haben. Wir wussten, dass wir nach Mexiko möchten. Wir hatten das Land bereist, verschiedene Regionen kennengelernt und uns immer konkreter mit der Baja beschäftigt. Aber der Kauf unseres Landes war der Moment, an dem es endgültig real wurde.

Bis dahin war es ein Plan. Eine Idee. Ein Ziel. Mit dem Grundstück wurde daraus etwas Greifbares.

Wir hatten plötzlich nicht mehr nur den Gedanken: „Irgendwann leben wir in Mexiko.“ Wir hatten ein Stück Land, auf dem wir unser neues Zuhause aufbauen wollten. Es war unser persönlicher Point of no Return.

Wir sind nicht ins Unbekannte gegangen

Wir kamen nicht in ein Land, das wir überhaupt nicht kannten. Wir waren bereits mehrfach in Mexiko gewesen.

Schon bei unserem ersten Urlaub hatten wir bestimmte Lokale zu unseren Lieblingslokalen erklärt. Das Sea Side wegen seines Ausblicks, das Uruguay wegen seiner Steaks – und natürlich auch das eine oder andere Lokal, bei dem wir schon damals wussten, dass wir wegen ganz bestimmter Dinge wiederkommen würden. Nur wegen des Ceviche wären wir definitiv nicht ins Uruguay gegangen.

Wir wussten also schon vor unserer Auswanderung, wo wir in La Paz gerne essen gehen, welche Ecken wir mögen und wo wir uns wohlfühlen.

Während unseres zweiten Aufenthalts wurde es dann bereits konkreter. Wir haben unsere Aufenthaltserlaubnis beantragt – und gleich für vier Jahre bekommen.

Wir wussten, wo das Büro unserer Anwältin ist, kannten die Gegend, in der wir zunächst leben wollten, und hatten bereits Kontakte vor Ort aufgebaut. Wir kamen also nicht irgendwo an und mussten erst herausfinden, wo wir eigentlich waren.

Vieles war uns bereits vertraut – nicht als Bewohner, aber aus unseren vorherigen Aufenthalten. Wir hatten bereits angefangen, uns hier ein Stück weit einzurichten, noch bevor wir tatsächlich hier lebten.

Recherche hilft – aber Menschen vor Ort sind wichtiger

Natürlich haben wir vor unserer Auswanderung sehr viel recherchiert. Das Internet war dabei ein wichtiger Anfangspunkt. Aber wir haben auch schnell gemerkt: Nicht alles, was man online liest, beschreibt automatisch, wie Dinge im echten Leben funktionieren. Viele Abläufe sind anders, als man sie sich nach einer Internetrecherche vorstellt.

Zwei Dinge sind uns dabei besonders in Erinnerung geblieben: Damals, 2022, haben wir nirgends gelesen, dass man die Aufenthaltsgenehmigung auch direkt in Mexiko beantragen kann – und dass ein klassisches Fideicomiso für ein größeres Grundstück wie unseres gar nicht funktioniert. Beides haben wir erst durch Gespräche vor Ort erfahren. Vielleicht steht es heute im Internet längst korrekt, aber damals war genau das für uns nirgends zu finden.

Gerade deshalb war der Austausch mit Menschen vor Ort für uns so wichtig. Unsere Anwältin und unser Steuerberater waren für uns wertvolle Ansprechpartner. Sie konnten uns erklären, wie Dinge tatsächlich laufen – nicht nur, wie sie theoretisch funktionieren sollten.

Diese Kombination aus Recherche und echten Erfahrungen vor Ort hat uns viel Sicherheit gegeben.

Wir haben diesen Weg als Team gemacht

Wir funktionieren seit über 25 Jahren als Team. Und genau dieses Vertrauen ineinander hat uns auch bei diesem Schritt geholfen. Die Aufgaben haben wir aufgeteilt, so wie wir es schon immer gemacht haben.

Romed hat sich unter anderem um die Krankenversicherung und die Haussuche gekümmert. In dieser Zeit hat er außerdem intensiv begonnen, Spanisch zu lernen.

Ich habe die Kommunikation mit Menschen vor Ort übernommen und mich um viele organisatorische Themen in Österreich gekümmert – unter anderem Banken, Behörden und Dokumente.

Ich war zu dieser Zeit aufgrund einer Schulterverletzung im Krankenstand und hatte dadurch etwas mehr Zeit, mich mit unseren Plänen zu beschäftigen. Während Romed Spanisch lernte und sich um seine Themen kümmerte, habe ich mich in ein Architekturprogramm eingearbeitet und die ersten Pläne für unser Haus gezeichnet.

Viele Dinge haben wir aber auch gemeinsam gemacht. Wir haben zusammen im Internet recherchiert, uns mit den einzelnen Themen rund um unsere Auswanderung beschäftigt und immer wieder an den Plänen für unser Haus gearbeitet.

Alles, was uns beide betroffen hat, haben wir gemeinsam entschieden. Wir vertrauen den Entscheidungen des anderen. Wenn einer ein Thema übernimmt, wissen wir, dass er sich Gedanken gemacht hat. Und wenn etwas unklar ist, sprechen wir darüber und finden gemeinsam eine Lösung. Genau dieses Vertrauen begleitet uns seit 25 Jahren.

Wir wussten: Die ersten Wochen werden anstrengend

Unser Credo war von Anfang an: Wir rocken das.

Nicht, weil wir dachten, dass alles einfach wird. Sondern weil wir wussten, dass die ersten Wochen anspruchsvoll werden würden.

Wir hatten ein volles Programm mit Behörden, Terminen und Organisation. Vieles musste gleichzeitig erledigt werden, manches dauerte länger als erwartet und fast jeder Schritt brachte wieder den nächsten Termin mit sich.

Aber auch darauf hatten wir uns eingestellt. Wir wussten, dass wir nicht ankommen und von einem Tag auf den anderen einfach in unserem neuen Leben angekommen sein würden. Und genau so war es auch.

Die ersten Wochen haben wir funktioniert. Wir haben Termine abgearbeitet, Dinge organisiert, Entscheidungen getroffen und uns Schritt für Schritt durch alles durchgearbeitet, was gerade anstand.

Nicht, weil wir uns damit besonders schwergetan hätten. Sondern weil wir wussten: Jetzt ist einfach diese Phase dran. Und irgendwann war sie vorbei.

Als unser Bauchgefühl recht bekam

Als wir zum zweiten Mal in La Paz gelandet sind, stand ich mit unserem Gepäck vor der Halle und wartete auf Romed, der den Mietwagen holte.

Eigentlich ein ganz normaler Moment. Und trotzdem war da dieses Gefühl: Hier sind wir richtig.

Es fühlte sich nicht fremd an. Es fühlte sich ein bisschen an wie heimkommen.

Vielleicht war es bei mir als Frau noch stärker dieses Bauchgefühl. Aber auch Romed empfand es ganz ähnlich.

Ich bin bisher immer gut damit gefahren, auf mein Bauchgefühl zu hören – und auch dieses Mal hatte es recht.

Viva Problemas

Natürlich hatten wir damit gerechnet, dass nicht alles perfekt laufen würde. Eigentlich hatten wir sogar damit gerechnet, dass deutlich mehr schiefgehen würde.

Genau deshalb entstand auch der Name unseres YouTube-Kanals: Viva Problemas.

Nicht, weil wir erwartet haben, dass alles schiefgeht. Sondern weil wir wussten: Bei einem solchen Abenteuer wird nicht immer alles nach Plan laufen.

Bisher sind die großen Probleme zum Glück ausgeblieben. Und die Herausforderungen, die noch kommen werden? Die schaffen wir.

Denn eines wissen wir: Was auch immer kommt – wir finden gemeinsam eine Lösung.

Übrigens: Alle Punkte rund um Länderwahl, Aufenthaltstitel und Dokumente haben wir ausführlich in unseren Checklisten zur Auswanderung nach Mexiko gesammelt.

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