Unser Alltag in Mexiko – so sieht unser Leben momentan wirklich aus

Unser Alltag heute ist noch lange nicht der Alltag, den wir später einmal haben werden. Wir leben momentan noch in La Paz und sind gleichzeitig damit beschäftigt, unser zukünftiges Leben aufzubauen und zu organisieren.

Dazu kommt ein zweiter entscheidender Faktor: Wir haben hier gerade Hochsommer. Die Temperaturen sind so hoch, dass viele Aktivitäten draußen tagsüber weder für uns noch für unsere beiden Hunde Nala und Hope wirklich möglich sind.

Unser Alltag ist deshalb aktuell eine Mischung aus frühem Aufstehen, unseren Hunden, kleinen Arbeiten rund ums Haus, Besorgungen, Spanischlernen, Gym, Homepage, Hausplanung und sehr viel Organisation für unser zukünftiges Leben. Und gleichzeitig fühlt er sich für uns schon erstaunlich normal an.

Wir stehen früh auf – und gehen früh schlafen

Wir stehen momentan sehr früh auf. Und wir gehen auch sehr früh schlafen.

In der ganzen Zeit, die wir bisher hier sind, ist übrigens noch kein einziges Mal einer unserer drei Fernseher wirklich gelaufen – abgesehen von zwei, drei kurzen Fußball-WM-Einstiegen von Romed. Ansonsten sitzen wir abends draußen, wenn es die Temperaturen zulassen.
Fernsehen spielt in unserem Alltag keine Rolle.

Irgendwann sind wir müde. Und dann gehen wir schlafen. Das führt dazu, dass wir morgens oft schon gegen halb sechs oder sechs Uhr wach sind. Dann gibt es erst einmal einen schnellen Kaffee – und unsere beiden Mädels Nala und Hope wissen natürlich sofort, was jetzt passiert. Denn wenn wir uns für den Strand fertig machen, bedeutet das für die beiden: Es geht los!

Sie springen in den Kofferraum und sind jedes Mal völlig aufgeregt. Dabei fahren wir gerade einmal rund 800 Meter bis zum Strand. Aber für die beiden ist das trotzdem jedes Mal ein großes Abenteuer.

Frühmorgens geht es mit Nala und Hope ans Meer

Am Strand angekommen, beginnt unser Tag eigentlich erst richtig. Wir verbringen ungefähr eineinhalb Stunden mit den beiden – wir gehen am Meer entlang, durch die Mangroven, momentan noch beide an der Leine.

Wir haben inzwischen auch angefangen, ganz vorsichtig ein bisschen Gehorsam zu üben. Mal Sitz, mal Platz – nicht als großes Trainingsprogramm, sondern einfach, damit sie lernen, auch mal zur Ruhe zu kommen und auf uns zu achten.

Nach ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden sind wir wieder zu Hause, und dann gibt es Frühstück. Für die Damen natürlich einen Knochen, und wir richten uns unser Brot. Danach beginnt der eigentliche Alltag – und der sieht eigentlich jeden Tag ein bisschen anders aus.

Vormittags wird erledigt, was erledigt werden muss

Wenn es Dinge rund ums Haus zu erledigen gibt, versuchen wir das möglichst am Vormittag zu machen, denn dann ist es noch vergleichsweise angenehm.

Ein aktuelles Beispiel ist meine neue Waschmaschine, die endlich kommen soll. Das Problem: Im Haus gibt es momentan keinen Anschluss, deshalb muss sie vorerst draußen stehen – dort, wo aktuell unsere alte Maschine steht, von der wir schon einmal ausführlich erzählt haben.

Romed hat beschlossen, die alte Maschine abzuschließen und in die Ecke zu schieben. Dort soll dann die neue ihren Platz bekommen. In Mexiko gibt es übrigens spezielle alubeschichtete Abdeckungen für Waschmaschinen, die die Geräte vor Sonne, Hitze und dem gelegentlichen Regen schützen. Aber Romed war der Meinung, der Schatten reicht trotzdem nicht – also haben wir über Mercado Libre, quasi das mexikanische Amazon, bei dem hier wirklich jeder einkauft, zusätzlich ein Sonnensegel bestellt. Das ist inzwischen angekommen und wird jetzt montiert.

Ich habe ehrlich gesagt wenig Lust, eine nagelneue Waschmaschine in die pralle Sonne zu stellen. Also wird auch dieses Problem irgendwie gelöst, und dann können wir hoffentlich endlich wieder vernünftig waschen – mit sauberer Wäsche, und ohne dass die halbe Ladung danach kaputt ist. So sieht Alltag in Mexiko eben manchmal aus.

Romed, Spanisch, Gym und Besorgungen

Rund ums Haus gibt es eigentlich immer etwas zu tun. Romed fährt außerdem zweimal pro Woche zu seiner Spanischstunde. Er lernt bei einer Mexikanerin und arbeitet dort vor allem noch am Feinschliff. Danach geht er meistens noch ins Gym, und wenn er schon in der Stadt ist, werden natürlich gleich Besorgungen erledigt.

So vergeht ein Teil unserer Woche ganz unspektakulär mit den Dingen, die eben zum normalen Leben dazugehören. Und dann gibt es natürlich noch das große Thema: unser zukünftiges Zuhause.

Unser Alltag besteht momentan auch aus sehr viel Hausplanung

Wir verbringen derzeit unglaublich viel Zeit mit unseren Plänen. Wir hatten gerade die letzte große, finale Besprechung mit unserer Architektin und unserem Baumeister – der Plan für unser Haus steht jetzt.

Etwas Zeit haben wir allerdings verloren: Unsere Architektin hat nebenbei noch ein Maklerbüro übernommen und musste dadurch zeitweise zwei Dinge gleichzeitig stemmen. Eigentlich hätten wir bereits im Juni mit dem Hausbau beginnen wollen. Jetzt macht uns allerdings das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Im Süden der Baja California Sur, dort wo wir bauen, hat es bereits sehr starke Regenfälle gegeben, und der Arroyo führt momentan Wasser. Solange das so ist, kommt man mit dem Baumaterial nicht auf unser Grundstück.

Unser Hausbau beginnt vielleicht schon bald

Laut unserem Bauleiter Andres gibt es jetzt zwei Möglichkeiten. Wenn wir schnell genug sind und der Arroyo wieder trocken ist, wird die nächste Gelegenheit genutzt: Dann soll das gesamte Baumaterial so schnell wie möglich auf unser Grundstück gebracht und an einem höher gelegenen Punkt gelagert werden. Sobald das Material dort ist, können wir mit dem Bau beginnen. Die Bauarbeiter werden aufgrund der Entfernung ohnehin direkt vor Ort bleiben – sie schlagen eine Art Camp auf und wohnen und arbeiten während der Woche auf dem Grundstück.

Wenn der Arroyo danach wieder Wasser führt, ist das kein großes Problem mehr: Mit einem Pickup kommt man durch. Mit großen Fahrzeugen und schwerem Baumaterial sieht die Sache allerdings ganz anders aus. Und genau hier haben wir unglaubliches Glück mit unserem Bauleiter: Andres kennt gefühlt die ganze Baja – und auch unsere Nachbarn sehr gut. Wie wir bereits öfter erzählt haben, ist Zusammenhalt hier keine Floskel: Unsere Nachbarn haben sich bereit erklärt, dass wir unser Baumaterial vorübergehend bei ihnen lagern dürfen.

Das bedeutet: Das Material wird zunächst mit großen Fahrzeugen zu unseren Nachbarn gebracht und dort zwischengelagert. Anschließend wird es mit kleineren, wendigeren Fahrzeugen Stück für Stück auf unser Grundstück transportiert – diese kommen auch durch den Arroyo. Wenn alles funktioniert wie geplant, könnten wir tatsächlich schon in ungefähr zwei Wochen mit dem Bau beginnen.

Nächste Woche fahren wir noch einmal aufs Grundstück. Dann wird ganz genau ausgesteckt: Wo steht das Haus? Wo kommt später der Pool hin? Wo werden die Solaranlagen stehen, und wie wird alles angeordnet? Und dann geht es hoffentlich wirklich los.

Drei Millionen Kleinigkeiten, an die man vorher nie gedacht hat

Es ist unglaublich, wie viele Dinge man bei einem Hausbau in Mexiko planen muss, über die man sich in Europa wahrscheinlich niemals Gedanken gemacht hätte. Natürlich geht es um das Haus selbst. Aber gleichzeitig überlegen wir: Welchen Pool wollen wir? Wir möchten unbedingt einen Naturpool, der langsam ins Wasser führt und sich möglichst harmonisch in die Landschaft einfügt. Wo kommt der Grillbereich hin? Wo führt die Treppe auf die Dachterrasse? Wo kommt die Feuerstelle hin? Wo brauchen wir draußen eine Steckdose, wo einen Wasseranschluss, wo die Außendusche?

Und dann sind da Themen wie die Grauwasseraufbereitung: Wird das Wasser zunächst in einem Zwischentank gesammelt, oder direkt zur Bewässerung in den Garten geleitet? Das sind Fragen, mit denen wir uns vorher noch nie beschäftigt haben. Und dann sitzt man plötzlich mit Andrés da und denkt: Okay, darüber müssen wir erst einmal nachdenken.

Wir bekommen unglaublich viele Fragen gestellt, bei denen wir manchmal erst einmal sagen müssen: „Gib uns bitte bis morgen Zeit, dann überlegen wir uns das.“ Zum Glück haben wir mit Andrés und unserem Bauteam Menschen an unserer Seite, die sehr viel Erfahrung haben und selbst ständig mit solchen Themen arbeiten. Wir fühlen uns bei ihnen deshalb unglaublich gut aufgehoben.

Und dann war da noch der Backofen

Ein Thema, das uns erstaunlich lange beschäftigt hat, war die Suche nach einem passenden Backofen. Dieses Problem ist inzwischen zum Glück gelöst. Wir haben gestern noch einmal ausführlich mit Andres darüber gesprochen: 220 Volt im Haus sind überhaupt kein Problem. Allerdings gibt es eine wichtige Vorgabe – ich darf den Backofen nur so lange benutzen, dass danach noch mindestens zwei Stunden Sonne vorhanden sind. Der Grund ist unser Solarsystem: Die Batterien müssen nach dem Backen noch genügend Zeit haben, wieder Strom zu speichern, denn über Nacht müssen Gefrierschränke und andere Geräte natürlich ebenfalls zuverlässig versorgt werden.

Ich habe außerdem einige größere Backgeräte aus Österreich mitgebracht, die ich nicht verkaufen wollte, weil sie noch sehr gut funktionieren. Auch diese werde ich künftig nutzen – deshalb habe ich mit Andres ausgehandelt, dass ich im Backraum zusätzlich zwei separate 220-Volt-Steckdosen bekomme. Die Planung, wo welche Steckdose gebraucht wird und wie die Räume später funktionieren sollen, ist aufwendig.
Aber genau das ist unser Alltag momentan: Wir planen unser zukünftiges Leben bis ins kleinste Detail.

Wenn die Hitze kommt, wird es ruhig

Und dann ist da natürlich noch der Sommer. Wir sind jetzt ungefähr drei Monate hier – und diese Temperaturen sind wir definitiv noch nicht gewohnt.

Wenn wir morgens vom Spaziergang zurückkommen, draußen noch ein paar Dinge erledigen oder aus der Stadt kommen, ist irgendwann Schluss: Ab ungefähr elf Uhr wird die Klimaanlage eingeschaltet – eine für uns im Wohnzimmer, eine separat für die Mädels im Schlafzimmer. Dann verschwinden Nala und Hope meistens ins Schlafzimmer, rollen sich auf ihren Decken zusammen und schlafen. Den Rest des Tages hört man von den beiden eigentlich gar nichts, nicht einmal Nala. Manchmal gehen wir sogar nachschauen, ob alles in Ordnung ist. Ab und zu bringen wir ihnen eine Kleinigkeit – einen kleinen Knochen, irgendetwas zum Knabbern. Ansonsten schlafen und dösen sie einfach und genießen die Kühle. Und wir übrigens auch.

Diese ruhigen Stunden sind gleichzeitig perfekt, um all die Dinge abzuarbeiten, die momentan auf unserer Liste stehen. Wer wissen möchte, wie sich so ein Sommer in La Paz überhaupt anfühlt, kann das in einem eigenen Beitrag nachlesen.

Tauchen? Kommt noch

Was uns selbst ein bisschen überrascht: Wir sind jetzt seit drei Monaten hier, und wir waren noch kein einziges Mal tauchen – obwohl das normalerweise ein riesiger Bestandteil unseres Lebens ist.

Aber es fehlt uns momentan tatsächlich nicht. Wir wissen, wir haben noch sehr viel Zeit – wir können schließlich den Rest unseres Lebens tauchen. Los Islotes mit den Sea Lions, die für uns zu den absoluten Favoriten gehören, sind bis Ende August ohnehin geschlossen. Das wird sicher einer unserer ersten Tauchgänge werden. Und vielleicht gehen wir sogar einmal gemeinsam mit Andres tauchen, denn wir haben gestern ganz nebenbei erfahren, dass auch er taucht. Also werden wir wahrscheinlich irgendwann gemeinsam einen Tank schultern und einfach zum Spaß ins Wasser springen. Aber momentan hat Tauchen einfach keine Priorität – es gibt gerade andere Dinge zu tun.

Der Container – unser Dauerbrenner

Und dann wäre da natürlich noch unser Container – unser lieber Container. Der steht mittlerweile seit ungefähr fünf Wochen in Manzanillo. Seit zwei Wochen ist er bereits durch den Zoll, aber ausgeliefert wird er trotzdem noch nicht. Der Grund: Wir müssen zuerst die restlichen Lagertage beim Zoll bezahlen. Das Problem: Wir können sie nicht bezahlen, weil wir noch keine Rechnung bekommen haben. Und solange die Rechnung nicht bezahlt ist, wird der Container nicht ausgeliefert. Man könnte es sich nicht ausdenken.

Dieses Thema hat mir in den vergangenen Monaten wahrscheinlich einige graue Haare beschert. Dringend ist es mittlerweile nicht mehr unbedingt, aber unglaublich nervig ist es trotzdem. Denn in diesem Container sind unter anderem meine Pfannen, und ich würde tatsächlich ganz gerne irgendwann wieder vernünftig kochen. Andres hat uns sogar schon Leute organisiert, die beim Ausladen helfen werden. Aber wann genau der Container kommt, wissen wir einfach nicht. Also werden weiterhin Mails geschrieben, nachgefragt, gewartet und wieder nachgefragt. Irgendwann wird auch dieses Kapitel ein Ende haben – aber momentan ist es einfach eines dieser Dinge, die man nicht planen kann.

Unser Sonntag gehört dem Organic Market

Sonntags gibt es bei uns einen Organic Market – einen kleinen Biomarkt, auf dem Locals ihre Produkte verkaufen. Es gibt Gemüse, Fleisch, Brot, und sogar Mexikaner, die tatsächlich italienische Nudeln und Tortellini herstellen. Und die sind wirklich richtig gut.

Dort sind wir ganz zufällig auf die sogenannten Sausage Ladies gestoßen: eine Münchner Familie, die ursprünglich in die USA auswandern wollte – ausgerechnet zu 9/11. Die Einreise in die USA hat damals natürlich nicht funktioniert, also sind sie in Mexiko gelandet. Und irgendwie sind sie geblieben. Manuela ist gelernte Metzgerin und verdient heute ihren Lebensunterhalt mit deutschen Spezialitäten: Bierbrezen, Weißwürste, Bockwürste. Mittlerweile hat sich daraus bei uns ein kleines Sonntagsritual entwickelt. Wir gehen zum Markt, essen bei Manuela unsere Wurst, dazu gibt es Bierbrezen, und wir kaufen gleich noch für die Woche ein: Gemüse, Fleisch, und natürlich Knochen für Nala und Hope.

Über die Metzgerei sind wir übrigens auch auf ein kleines Problem gestoßen: Gutes Rindfleisch, wie wir es aus Österreich gewohnt sind, zu finden, ist hier manchmal gar nicht so einfach. Huhn bekommt man überall, aber gutes Rindfleisch ist häufig sehr fett. Also haben wir uns mit Veronika von der Metzgerei angefreundet, und die bringt mir inzwischen regelmäßig riesige Markknochen mit ordentlich Fleisch für unsere Mädels mit. Perfekt.

Und so gehen wir jeden Sonntag unsere Runde: Gemüse kaufen, Fleisch kaufen, Knochen holen, unsere Würste essen und einfach dasitzen. Das Schöne an diesem Markt: Jeder redet mit jedem – Mexikaner, Amerikaner, Europäer, alle sitzen zusammen. Marcella, der der Platz gehört, macht Fischtacos und hat außerdem vier Hunde, die einfach irgendwo auf dem Gelände herumrennen. Alles ist unglaublich tranquilo. Kein Stress, keine Hektik, einfach nette Gespräche – und man erfährt unglaublich viel. Gerade für uns als Neuankömmlinge ist das Gold wert: „Ihr seid neu? Braucht ihr etwas? Können wir euch helfen?“ So funktioniert das hier. Und niemand ist dem anderen etwas neidig – im Gegenteil, man warnt sich gegenseitig. Wir wurden beispielsweise schon darauf hingewiesen, dass wir uns rechtzeitig um den Zeckenschutz für Nala und Hope kümmern sollten, wenn die Regenzeit kommt. Das ist für uns Alltag. Und genau solche Begegnungen machen unser Leben hier so besonders.

Auch unser Essen hat sich verändert

Was sich ebenfalls verändert hat: unser Essen. Das war uns nach unseren vielen Urlauben in Mexiko zwar schon vorher bewusst, aber jetzt erleben wir es selbst. Wir essen anders, und wir essen weniger – vor allem Romed. Bei diesen Temperaturen hat man einfach weniger Hunger, man möchte nichts Schweres essen. Außer vielleicht eine Weißwurst. 😄

Wir essen viel Obst: Mangos, Ananas, Bananen, Drachenfrüchte, Joghurt mit Früchten, Bananenmilch. Und abends kochen wir meistens etwas Leichtes. Wir haben beide festgestellt, dass wir wahrscheinlich ein paar Kilo abgenommen haben. Ich freue mich darüber, Romed sieht das naturgemäß ein bisschen anders und versucht, mit dem Gym wieder ein bisschen gegenzusteuern. Aber ein bisschen weniger Gewicht tut ihm natürlich auch nicht schlecht.

Und falls ihr irgendwann Fotos von uns seht und euch denkt: „Die schauen aber dünner aus!“ – keine Sorge, uns geht es gut. Wir sparen nicht am Essen, wir haben genug Geld, um uns alles zu kaufen, was wir möchten. Wir essen einfach anders. Bei dieser Hitze hat man eben nicht ständig Lust auf Schweinsbraten und Knödel. Obwohl eine Weißwurst offenbar immer geht.

Wenn wir müde sind, gehen wir schlafen

Abends essen wir irgendwann gemütlich, und danach passiert meistens nicht mehr besonders viel. Irgendwann schauen wir uns an und denken, eigentlich müsste es doch schon mitten in der Nacht sein. Dann schauen wir auf die Uhr: halb neun, oder neun. Und es ist uns völlig egal. Wenn wir müde sind, gehen wir schlafen.

Meistens schalten wir vorher schon die Klimaanlage im Schlafzimmer ein, die Tür zum Garten bleibt einen Spalt offen. Die Mädels gehen oft schon vor – gerade wenn es abends noch sehr warm ist, gehen sie noch einmal kurz in den Garten. Und dann verschwinden wir alle vier ins Schlafzimmer: Nala und Hope auf ihre Decken am Boden, wir ins Bett. Und dann ist der Tag vorbei.

Ein ganz normaler Tag in unserem derzeitigen Leben in Mexiko. Nicht der Alltag, den wir später einmal haben werden. Noch nicht. Aber unser Leben heute. Und ganz ehrlich? Wir finden es einfach nur unglaublich schön. Es ist gemütlich, es ist ruhig, es ist manchmal chaotisch, manchmal nervig, manchmal anstrengend. Aber es ist unser Leben. Und ich möchte nie, nie wieder zurück.

Übrigens: Alles rund ums Ankommen, erste Behördengänge und Notfallpläne haben wir ausführlich in unseren Checklisten zur Auswanderung nach Mexiko gesammelt.

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